Afrika.
Der Junge, der vom Schreiben träumte.

IMG_0187
Ich kam nach Melilla, um den Ort zu sehen, wo Träume und Menschen sterben. Aber dann traf ich Timothy, der alles besitzt, was fieberndes Leben ausmacht. Von dem ich lernte, was es bedeutet, zäh zu sein, durstig und voller Hoffnung. Und dass Träume strahlen wollen.
mehr…

22. Juni 2014  12 Kommentare

Lissabon.
Spieler.

IMG_0729_1200x630

Diese Männer, ganz Mensch
sind zu beneiden
diese alten Männer
mit heiterem Ernst maskiert
auf ein sorgloses Spiel
mittags, in den Schatten der Jardins
vertraut und ungewiss
wie ihr eigenes Leben;

mehr…

12. April 2014  2 Kommentare

Paris.
Wieder reisen wollen.

IMG_0022

Plötzlich wollte ich nicht mehr aufbrechen, bis mir wieder einfiel, warum ich noch einmal die brennende Unvernunft kosten, losziehen und wieder reisen wollte. Wenige Wochen zuvor schrieb ich auf die erste Seite meines Tagebuchs: 2014, leicht sein, reich und dem Festland Stimmen schenken. mehr…

9. März 2014  3 Kommentare

Hanoi.
Die Entdeckung des Wartens.

tempel-bike

Hanoi. Weiterreise. An der Ecke, die schmale Kneipe, in der ich heute vom Vergnügen des Wartens koste. Ich weiß, Warten ist nicht so gefragt. Kommt uns vor, wie ein grauer alter Herr, der eine endlose Straße Richtung Westen hinunter schleicht. Wie ein blutender Verlust. Hässlich, karg und ohne Lohn. Und so saß ich Stunden in der Bar, als ich endlich den wärmenden Blitzstrahl bemerkte, mit dem es mich umnietete. mehr…

21. Februar 2014  4 Kommentare

Koyasan.
Per Anhalter durch Japan.

japan_anhalter

 

Ich traf Sachiko in dem Bergdorf Koyasan, als ich am Straßenrand versuchte, eines der wenigen Autos zu stoppen und sich das Gefühl der Einsamkeit längst düster eingegraben hatte. mehr…

2. Februar 2014  5 Kommentare

Birma.
Der Bahn-Basar

birma-bahn-basar-6

Wer bescheiden reist, spürt den Ansturm von tausend Blüten. In dem schwankenden Dritte-Klasse-Zug begriff ich, dass Reisen eine süß-salzige Angelegenheit ist. Ich fuhr in das Hochland von Birma, besaß keinen Plan und kein Heim, nur einen 10-Kilo-Rucksack. Es gab keine gepolsterten Liegesitze, keine Klimaanlage, nur die harte Holzbank, auf der ich seit zehn Stunden wie auf einem Trampolin auf und ab hüpfte. mehr…

8. Dezember 2013  Hinterlasse einen Kommentar

Pension Berg.
Reise zum Mittelpunkt der Stille.

Markus-Steiner-Berge-Sonnenaufgang

Hier kommt ein Loblied auf die Stille. Der Mann, der mir vor der Hütte gegenüber sitzt, blättert gelangweilt in seiner Zeitung und versucht die Buchstaben zu entschlüsseln. Die fettgedruckte Überschrift vermag – einmal mehr – nichts als lautstark zu tönen, mahnt: „Alles kann Schiefgehen“. Kurt Tucholsky wußte es: „Nähme man den Zeitungen den Fettdruck weg, um wie viel stiller wäre es auf der Welt.“ mehr…

27. Juli 2013  10 Kommentare

Indien.
Alptraum Dellywood.

indien-mann

Nur die nackten Füße des Mannes sind zu sehen. Das übrige Inventar seines Körpers – verborgen. Wie von einem riesigen, gefräßigen Haifischmaul aus Stahl verschluckt. Der Bus, unter dem der Mann nun begraben ist, soll uns eigentlich an diesem frühen Morgen von Delhi nach Aggra kutschieren: Die Schönheit des Taj Mahal will bewundert werden! mehr…

6. Juni 2013  7 Kommentare

Am Everest.
Ohne Luft vor lauter Glück.

am-everest-fahnen

Ohne Luft zu holen spricht der Mann mit dem gelben Anorak und den gelben Händen in sein Mobiltelefon, während er mir lachend zuzwinkert. Das ist gut so. Denn ich sitze derweil auf dem Felsvorsprung und ringe gierig nach mehr. Mehr Luft. Die Lunge sträubt sich. Will keinen Tausch „Alt gegen Neu“. Tauschgut ist auch bald kaum mehr vorhanden. Schließlich sind wir auf rund viertausend Metern Höhe angekommen. mehr…

10. Mai 2013  Hinterlasse einen Kommentar

Tel Aviv.
Augen müssen reisen.

telaviv-beach

Nicht weit vom Hilton-Beach baden heute nur die Frauen. An drei anderen Tagen sind nur Männer erlaubt. Am Tayalet von Tel Aviv kann sich niemand mehr verstecken. Wie Gott dich schuf. Mit welchem Gott Deine Affäre auch immer gerade läuft. mehr…

5. April 2013  1 Kommentar

← neuere Einträge ältere Einträge →