Category archives: Bericht aus…

Portugal.
Im Juni.

Die Sache lag so: Im Juni lebte ich in einem kleinen Küstenort, nördlich von Lissabon. Ich unternahm das Ding, das gottverdammte Manuskript für mein Buch zu beenden. Ich lehnte an meinem Haus, gegen die königsblau und weiß geflieste Wand, oben,… continue reading »

Malawi.
Chiwamba.

An dem Tag, an dem ich den Doktor traf, ging die Sonne nicht auf. Irgendwann, würde sie kreisrund über dem See stehen, ja; wie am Wendekreis des Steinbock, um dann mit dem See zu verschmelzen. Einfach so. Oder so, als… continue reading »

Kapstadt.
Izilo.

Ich war gerädert und genervt, nun kam ein Schuß Verrücktheit dazu. Auch weil mich irgendwie der Mut verließ. Es war weit nach Mitternacht und wir fuhren zu dritt im Wagen. Seit geraumer Zeit hieß es, weit sei es nicht mehr,… continue reading »

Istanbul.
Im Salon der Nostalgie.

Was mache ich hier? Nosta ist die Rückkehr. Und Leiden bedeutet Algos. Und ja, so stimmt die Zeile Milan Kunderas: Nostalgie ist das Leiden einer ungestillten Sehnsucht. Der Sehnsucht zur Rückkehr. Genauso fühlte ich mich, als endlich die zitternden Lichter… continue reading »

Mosambik.
Von Gitarren und hellen Händen.

Albinos grauer Bart ist kraus und dicht. Gleich werden leuchtende Augen und Zähne durch die schwarze Schale seines Gesichts brechen. Hände, die tanzen. Virtuos, wie er lacht. Auf seinen Beinen ruht eine Gitarre. Der rechte Fuß parkt – seltsam abgewinkelt… continue reading »

Maputo.
Zeitlos.

Eine Woche oder so geht das nun, und ich belauere Maputo weiter. Genauer kann ich es nicht sagen, weil irgendwo im Strudel des afrikanischen Lebens die Zeit sich ausgewaschen hat.

Senegal.
Der reiche Fischer.

  Er sitzt auf seiner Bank. Am südlichen Ende der Insel. Das Netz ist alles, ist virtuos zwischen Zehen und Fingern aufgespannt wie Saiten einer Harfe.

Senegal.
Weit weg, so nah.

Der Abend war längst im Gange und die Regenzeit ließ seit kurzem wieder hoffen, als Afrika endlich das erste Mal durch mich hindurch kroch – oder das, was ich mir darunter vorstellen wollte.

Marokko.
Die glücklichste Frau von Marrakesch.

Irgendwo in diesem überquellenden Warenlager, den Souks, nahe der Djemaa el Fna – dort wo Marrakesch atmet – wartet immer Leila mit ihrer Olivetti. Die zwanzig Jahre alte Zauberin mit arabischen Schriftzeichen ist Zeuge unzähliger Geschichten, Geheimnisse und Gefühle, von… continue reading »

Afrika.
Der Junge, der vom Schreiben träumte.

Ich kam nach Melilla, um den Ort zu sehen, wo Träume und Menschen sterben. Aber dann traf ich Timothy, der alles besitzt, was fieberndes Leben ausmacht. Von dem ich lernte, was es bedeutet, zäh zu sein, durstig und voller Hoffnung.… continue reading »

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