Mosambik.
Von Gitarren und hellen Händen.

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Albinos grauer Bart ist kraus und dicht. Gleich werden leuchtende Augen und Zähne durch die schwarze Schale seines Gesichts brechen. Hände, die tanzen. Virtuos, wie er lacht. Auf seinen Beinen ruht eine Gitarre. Der rechte Fuß parkt – seltsam abgewinkelt – vor der Parkbank, hoch über dem Indischen Ozean, am Ende der Avenida Friedrich Engels, wo er sonntags immer im Halbschatten sitzt. Mit Gitarre und Polio.

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1. Februar 2015  4 Kommentare

Maputo.
Zeitlos.

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Eine Woche oder so geht das nun, und ich belauere Maputo weiter. Genauer kann ich es nicht sagen, weil irgendwo im Strudel des afrikanischen Lebens die Zeit sich ausgewaschen hat. mehr…

19. Januar 2015  Hinterlasse einen Kommentar

Senegal.
Der reiche Fischer.

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Er sitzt auf seiner Bank.
Am südlichen Ende
der Insel.
Das Netz ist alles,
ist virtuos
zwischen Zehen
und Fingern
aufgespannt
wie Saiten einer Harfe. mehr…

17. August 2014  Hinterlasse einen Kommentar

Senegal.
Weit weg, so nah.

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Der Abend war längst im Gange und die Regenzeit ließ seit kurzem wieder hoffen, als Afrika endlich das erste Mal durch mich hindurch kroch – oder das, was ich mir darunter vorstellen wollte. mehr…

8. August 2014  8 Kommentare

Marokko.
Die glücklichste Frau von Marrakesch.

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Irgendwo in diesem überquellenden Warenlager, den Souks, nahe der Djemaa el Fna – dort wo Marrakesch atmet – wartet immer Leila mit ihrer Olivetti. Die zwanzig Jahre alte Zauberin mit arabischen Schriftzeichen ist Zeuge unzähliger Geschichten, Geheimnisse und Gefühle, von Fragen, Zweifeln und Antworten, von Dankbarkeit, Trost und Freude, Freundschaft und Liebe. mehr…

6. Juli 2014  6 Kommentare

Afrika.
Der Junge, der vom Schreiben träumte.

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Ich kam nach Melilla, um den Ort zu sehen, wo Träume und Menschen sterben. Aber dann traf ich Timothy, der alles besitzt, was fieberndes Leben ausmacht. Von dem ich lernte, was es bedeutet, zäh zu sein, durstig und voller Hoffnung. Und dass Träume strahlen wollen.
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22. Juni 2014  12 Kommentare

Lissabon.
Spieler.

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Diese Männer, ganz Mensch
sind zu beneiden
diese alten Männer
mit heiterem Ernst maskiert
auf ein sorgloses Spiel
mittags, in den Schatten der Jardins
vertraut und ungewiss
wie ihr eigenes Leben;

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12. April 2014  2 Kommentare

Paris.
Wieder reisen wollen.

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Plötzlich wollte ich nicht mehr aufbrechen, bis mir wieder einfiel, warum ich noch einmal die brennende Unvernunft kosten, losziehen und wieder reisen wollte. Wenige Wochen zuvor schrieb ich auf die erste Seite meines Tagebuchs: 2014, leicht sein, reich und dem Festland Stimmen schenken. mehr…

9. März 2014  3 Kommentare

Hanoi.
Die Entdeckung des Wartens.

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Hanoi. Weiterreise. An der Ecke, die schmale Kneipe, in der ich heute vom Vergnügen des Wartens koste. Ich weiß, Warten ist nicht so gefragt. Kommt uns vor, wie ein grauer alter Herr, der eine endlose Straße Richtung Westen hinunter schleicht. Wie ein blutender Verlust. Hässlich, karg und ohne Lohn. Und so saß ich Stunden in der Bar, als ich endlich den wärmenden Blitzstrahl bemerkte, mit dem es mich umnietete. mehr…

21. Februar 2014  4 Kommentare

Koyasan.
Per Anhalter durch Japan.

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Ich traf Sachiko in dem Bergdorf Koyasan, als ich am Straßenrand versuchte, eines der wenigen Autos zu stoppen und sich das Gefühl der Einsamkeit längst düster eingegraben hatte. mehr…

2. Februar 2014  5 Kommentare

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