Portugal.
Im Juni.

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Die Sache lag so: Im Juni lebte ich in einem kleinen Küstenort, nördlich von Lissabon. Ich unternahm das Ding, das gottverdammte Manuskript für mein Buch zu beenden. Ich lehnte an meinem Haus, gegen die königsblau und weiß geflieste Wand, oben, auf der Veranda, und schaute die Straße hinunter. Sonnenbrille, nicht mehr ganz so gut gekühltes Superbock. Einfach so stand ich da und dachte: Geil. mehr…

11. Oktober 2016  Hinterlasse einen Kommentar

Malawi.
Chiwamba.

IMG_6203 An dem Tag, an dem ich den Doktor traf, ging die Sonne nicht auf. Irgendwann, würde sie kreisrund über dem See stehen, ja; wie am Wendekreis des Steinbock, um dann mit dem See zu verschmelzen. Einfach so. Oder so, als habe jemand eine Lampe angeknipst, um das Ende einer undurchdringlichen Nacht herbeizuführen. mehr…

31. Januar 2016  Hinterlasse einen Kommentar

Aktuelles Buch:
Geschichten von Fernweh und Freiheit

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20. Januar 2016  Hinterlasse einen Kommentar

Kapstadt.
Izilo.

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Ich war gerädert und genervt, nun kam ein Schuß Verrücktheit dazu. Auch weil mich irgendwie der Mut verließ. Es war weit nach Mitternacht und wir fuhren zu dritt im Wagen. Seit geraumer Zeit hieß es, weit sei es nicht mehr, bis wir the flats erreichten, ganz auf der anderen Seite der Stadt. So ziemlich jeder mit dem ich sprach, sagte: Fahr dort nicht hin. Schauderhaft musste der Ort sein. mehr…

4. Oktober 2015  Hinterlasse einen Kommentar

Istanbul.
Im Salon der Nostalgie.

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Was mache ich hier?

Nosta ist die Rückkehr.
Und Leiden bedeutet Algos.

Und ja, so stimmt die Zeile Milan Kunderas: Nostalgie ist das Leiden einer ungestillten Sehnsucht. Der Sehnsucht zur Rückkehr. Genauso fühlte ich mich, als endlich die zitternden Lichter Istanbuls sich unter mir regten und ich merkte, was ich hatte. mehr…

18. Mai 2015  4 Kommentare

Mosambik.
Von Gitarren und hellen Händen.

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Albinos grauer Bart ist kraus und dicht. Gleich werden leuchtende Augen und Zähne durch die schwarze Schale seines Gesichts brechen. Hände, die tanzen. Virtuos, wie er lacht. Auf seinen Beinen ruht eine Gitarre. Der rechte Fuß parkt – seltsam abgewinkelt – vor der Parkbank, hoch über dem Indischen Ozean, am Ende der Avenida Friedrich Engels, wo er sonntags immer im Halbschatten sitzt. Mit Gitarre und Polio.

mehr…

1. Februar 2015  5 Kommentare

Maputo.
Zeitlos.

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Eine Woche oder so geht das nun, und ich belauere Maputo weiter. Genauer kann ich es nicht sagen, weil irgendwo im Strudel des afrikanischen Lebens die Zeit sich ausgewaschen hat. mehr…

19. Januar 2015  Hinterlasse einen Kommentar

Senegal.
Der reiche Fischer.

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Er sitzt auf seiner Bank.
Am südlichen Ende
der Insel.
Das Netz ist alles,
ist virtuos
zwischen Zehen
und Fingern
aufgespannt
wie Saiten einer Harfe. mehr…

17. August 2014  Hinterlasse einen Kommentar

Senegal.
Weit weg, so nah.

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Der Abend war längst im Gange und die Regenzeit ließ seit kurzem wieder hoffen, als Afrika endlich das erste Mal durch mich hindurch kroch – oder das, was ich mir darunter vorstellen wollte. mehr…

8. August 2014  8 Kommentare

Marokko.
Die glücklichste Frau von Marrakesch.

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Irgendwo in diesem überquellenden Warenlager, den Souks, nahe der Djemaa el Fna – dort wo Marrakesch atmet – wartet immer Leila mit ihrer Olivetti. Die zwanzig Jahre alte Zauberin mit arabischen Schriftzeichen ist Zeuge unzähliger Geschichten, Geheimnisse und Gefühle, von Fragen, Zweifeln und Antworten, von Dankbarkeit, Trost und Freude, Freundschaft und Liebe. mehr…

6. Juli 2014  6 Kommentare

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